Blick vom Turmberg (Foto: KTG)

In luftige Höhen

Eine Familienwanderung zum Durlacher Turmberg

Eine malerische Burg, enge Gassen, Stadtmauerreste: Dass Karlsruhes östlicher Stadtteil Durlach älter ist als die Residenzstadt selbst, verrät schon sein mittelalterliches Flair. Nebst alten Gemäuern erwartet Besucher vor Ort auch ein Schatz aus der Zeit der Technikpioniere: Am Fuß des Turmbergs bringt die älteste noch fahrende Standseilbahn Deutschlands – die Turmbergbahn von 1888 – die Besucher zur Aussichtsplattform in 257 Metern Höhe. Nach grandiosen Ausblicken lässt sich der Berg gemütlich erkunden. Mit dem Waldseilpark und großem Spielplatz als Etappenziele bietet die Tour Abwechslung für die gesamte Familie.

Kurzbeschreibung

In luftige Höhen: Eine Familienwanderung zum Durlacher Turmberg

Anreise: IRE 1, Bahnhof Karlsruhe-Durlach  
Takt: alle 30 bis 60 min  
Strecke: 6,5 km  
Zeit: ca. 3 Stunden  
Höhenunterschied: 140 m  
Weg: Bahnhof Karlsruhe-Durlach – Karlsburg – Bergbahn – Turmberg – Waldspielplatz – Schützenhaus – Klettergarten Waldspielpark – Stadtmauer – Bahnhof Karlsruhe-Durlach  

Tourenverlauf

Vom Bahnhof (1) laufen wir über den Vorplatz, unterqueren die Pforzheimer Straße und folgen der Pfinztalstraße durch die Durlacher Altstadt. Am Schlossplatz begrüßt uns rechts die imposante Karlsburg (2). Das einstige Jagdschloss ließen Markgraf Karl II. und seine Nachfolger infolge der Residenzverlegung von Pforzheim nach Durlach 1565 erweitern. Der noch erhaltene Bau wurde im 18. Jahrhun­dert nach Plänen des Archi­tek­ten Domenico Egidio Rossi errichtet und in den 1980er Jahren saniert. Heute kann die prachtvolle Karlsburg für Hochzeiten oder Firmenveranstaltungen gemietet werden. An einem Samstag im Monat in der Saison findet auf dem Schlossplatz der beliebte „Kruschtlmarkt“-Flohmarkt statt.

Über die Karlsburgstraße und die Karl-Weysser-Straße erreicht man die Talstation der Turmbergbahn (3). Seit 1888 dient die nostalgische Standseilbahn als bequeme Alternative zum Treppenaufstieg mit seinen 529 Stufen. Bis 1965/66 wurde die Bahn mit Wasserballast betrieben. Mittlerweile fährt sie mit elektrischem Antrieb, hat aber immer noch einen Schaffner. Schnell bringt einen die Bahn auf die Spitze des Turmbergs (4), benannt nach dem erhalten gebliebenen Turm einer Burg der späten Stauferzeit. Von der Turmbergterrasse bietet sich ein schöner Blick auf die Rheinebene und das Stadtgebiet von Durlach und Karlsruhe.

Weiter geht es zu einer Spazierrunde durch den umliegenden Wald. Nach wenigen Minuten lädt der Waldspielplatz (5) mit Turmrutsche zum Austoben ein, dahinter liegt bereits der Klettergarten Waldseilpark. Wir gehen jedoch noch ein kurzes Stück weiter, wo das urige Restaurant Schützenhaus (6) eine zünftige Stärkung bietet. Wem eine längere Tour vorschwebt, kann von hier einen Abstecher weiter nördlich zur rund 1,5 Kilometer entfernten Augustenburg Grötzingen machen, die derzeit umgebaut wird. Alle anderen wählen den direkten Weg zum Waldseilpark (7) nördlich des Spielplatzes. Mit 12 Parcours für jedes Alter und über 100 Stationen in bis zu 16 Metern Höhe kommen hier Kletterprofis genauso auf ihre Kosten wie Familien mit Kleinkindern.

Für den Rückweg gehen wir wieder bis zur Turmbergterrasse und wählen diesmal den Treppenaufstieg „Hexenstäffele“. Weiter geht es vorbei an der Talstation und über die Turmbergstraße, die Grötzinger Straße und den Hengstplatz entlang des Dürrbach und der erhalten gebliebenen Stadtmauer (8) des 13. Jahrhunderts zurück zum Bahnhof.

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