Mönchsschatz und Römerwall

Eine Wanderung von Lorch zum Limes

Auf Zeitreise durch das Remstal: Wer von Lorch ins westliche Schwäbisch Gmünd wandert, erlebt von den Römern bis zur Stauferzeit Geschichte pur. Rund hundert Jahre, von etwa 160 bis 260 nach Christus, lief hier die äußerste Grenzzone des Römischen Reiches. Bis heute lassen sich entlang des Limeswanderwegs vom Römerwachturm bis zur Grenzmauer immer wieder Relikte im Original und Nachbau erleben. Vor Erreichen des Limes lockt auf dem Weg vom Bahnhof Lorch schon ein anderer architektonischer Schatz: das Kloster Lorch, weltberühmt für seine romanische Basilika und Staufergräber. Neben Historischem gibt es entlang der Route auch landschaftliche Höhepunkte  zu entdecken. Ein Tipp  für Familien: Die Tour ist rund 16 Kilometer lang und mitunter steil, sie ist daher eher für Jugendliche mit guter Kondition geeignet. Kleinere Kinder kommen auf der kürzeren Tourvariante mit Zielbahnhof Schwäbisch Gmünd auf ihre Kosten.

Kurzbeschreibung

Mönchsschatz und Römerwall: Eine Wanderung von Lorch zum Limes

Anreise MEX 13, Bahnhof Lorch (Württ)  
Takt alle 30 bzw. 60 min  
Strecke 16 km  
Zeit ca. 5 Stunden  
Höhenunterschied 140 m  
Weg Bahnhof Lorch (Württ) – Kloster Lorch – Römischer Wachturm – Kleinkastell Kleindeinbach – Rotenbachbrücke – Merkurrelief – Waldcafé Muckensee – Bahnhof Lorch (Württ)  

Tourenverlauf

Vom Lorcher Bahnhof (1) gehen wir über die Poststraße und Bahnbrücke, nehmen die Straßenunterführung und wandern bergauf Richtung Kloster Lorch (2). Mächtig thront die ehemalige Benediktinerabtei und Grablege der Staufer von 1102 über dem Remstal. Für große wie kleine Mittelalterfans lohnt eine Führung durch die imposanten Gemäuer mit der romanischen Pfeilerbasilika, den Herrschergräbern und dem Garten des stauferschen Hausklosters. Der Klosterstraße wenige Schritte folgend, markiert der nachgebaute römische Wachturm (3) mit schönem Rundblick auf Abtei und Umgebung – nebst Limesstein die einstige nördliche Grenze des Römischen Reiches. Wir folgen dem Limeswanderweg Richtung Alfdorf, am Wanderparkplatz schwenken wir rechts ein und gehen hinab ins Tal des Schweizerbachs. Dort weist uns die Wegmarkierung des Wegs rechts auf die Talstraße.

Nach Überquerung der zweiten Bachbrücke folgen wir dem Limeswanderweg links Richtung Kleindeinbach–Schwäbisch Gmünd ins abgeschiedene Waldtal hinein. Hier steigt der Weg langsam an. Am Weg treffen wir auf den Ort, wo das Kleinkastell Kleindeinbach (4), ein römisches Militärlager, stand. Wir folgen dem Zeichen des Limeswanderwegs und genießen malerische Blicke ins waldige Rotenbachtal und zur Weststadt von Schwäbisch Gmünd. Am Hang zum Rotenbachtal hin trafen der Obergermanische Limes und der Rätische Limes aufeinander. Der Rätische Limes – auch Teufelsmauer genannt – verlief von hier aus in einer Länge von rund 200 Kilometern bis nach Eining an der Donau. Weiter geht es über die Rotenbachbrücke (5)* immer den Limeswanderweg entlang, vorbei an einer nachgebildeten Palisade, einem Stück Rätischer Mauer, einem Merkurrelief (6) und anderen antiken Sehenswürdigkeiten. Wir verlassen das schöne Rotenbachtal, nehmen die Unterführung und überqueren den Steg über die B 29 und die Rems. In der Weststadt von Schwäbisch Gmünd angelangt, geht es Richtung Geologischer Pfad–Hölltal weiter.

Nach Unterquerung der Straßenbrücke wandern wir entlang der Rems und Blaustrich-Markierung westwärts. Bald steigt der Weg an und vereinigt sich mit dem Remswanderweg Richtung Lorch, dem wir nun folgen. Nach Überqueren der Brücke über den Beutenbach geht es links ab Richtung Bahnhof Lorch. Wer Lust auf eine Rast bei Kaffee und Kuchen oder Flädesuppe verspürt, nimmt den Remswanderweg ein Stück weiter zum Waldcafé Muckensee (7).  Für den Rückweg zum Bahnhof – vom hier aus noch rund 20 Gehminuten entfernt – geht es rechts auf dem Fahrweg mit Leitplanken weiter mit schönem Blick zum Kloster und zur Stadt Lorch. Über die Hohenstaufenstraße und die Poststraße erreichen wir unser Ziel.

  • Wer die rund vier Kilometer kürzere Tourvariante bevorzugt, wählt nach der Rotenbachbrücke den Weg Richtung über Wustenriet zum Schwäbisch Gmünder Ortsteil Wetzgau. Direkt am Ortseingang lockt der Familienpark Himmelsgarten auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände mit vielen Highlights: Von der Spielgolfanlage, dem Kletterparkour „Skypark“, einem Wasserspielplatz bis zum Kleintiergehege, Dinosauriergarten und einer  Waldkugelbahjn wird hier für Sprösslinge jeden Alters allerhand geboten. Weiter geht es dann durch den „Taubenwald“ bergab entlang der Riesenkullerbahn bis zum Bahnhof Schwäbisch Gmünd – von dort ist die Rückfahrt mit dem Metropolexpress (MEX) 13 ebenso möglich.

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