Von Pfauen und Planeten

Eine Familientour zur Crailsheimer „Villa“

Kleinod Kreckelberg: Hoch über der Fachwerkstadt Crailsheim thront die reizvolle Landhaus-Villa eines Fossilienforschers des 19. Jahrhunderts – die Aussicht von dort ist unbeschreiblich. Gleich nebenan tummeln sich im Vogel- und Tierpark bunt gefiederte Bewohner wie Pfau, Ara und Co.. Kein Wunder, dass der Kreckelberg zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Hohenloher Stadt gehört. Seit 2020 lockt ein weiteres Highlight auf 469 Metern Höhe: Gleich hinter der Villa können kleine und große Forscher auf dem „Planetenweg“ die Geheimnisse des Sonnensystems entdecken. Wenn das mal keine Familienwanderung wert ist!

Kurzbeschreibung

Von Pfauen und Planeten

Anreise RE 90, Bahnhof Crailsheim  
Takt alle 90 bis 120 min  
Strecke 7,5 km  
Zeit ca. 3 Stunden  
Höhenunterschied 90 m  
Weg Bahnhof Crailsheim – Pyramide – Villa mit Vogel- und Tierpark – Planetenweg – Schweinemarkt – Zeughausturm – Bahnhof Crailsheim  

Tourenverlauf

Los geht es vom Bahnhof Crailsheim (1) über den ZOB zum Jagstufer, dann links durch den Stadtpark immer am Fluss entlang. Beim Überqueren der B 290 genießen wir den Blick auf die Fassaden der älteren Bauwerke der Stadt. Nach Überqueren des hölzernen Jagststegs befinden wir uns auf dem Kocher-Jagst-Trail und dem Main-Donau-Bodensee-Weg. Wir folgen dem Weg flussaufwärts entlang der mit alten Fachwerkhäusern geschmückten Häuserreihe in der Bergwerkstraße. Nun geht es leicht bergauf. An der Kapelle der Katholischen Gemeinde vorbei folgen wir der Ölbergstraße, lassen den Hauptfriedhof links liegen und treffen erneut auf die B 290. Nach etwa 800 Metern und überqueren wir diese und erreichen einen Feldweg, der uns zu einem Wanderparkplatz leitet. Von hier führt ein gewundener Weg durch einen idyllischen Eichen-Hainbuchenwald den Kregelberg hinauf.

Auf der Höhe, man befindet sich nun im Naturschutzgebiet, trifft man zuerst auf eine über 100 Jahre alte Pyramide (2), die den geologischen Aufbau der Umgebung darstellt. Diese wurde vom Hofrat und Fossiliensammler Blezinger (1847-1928) auf der Wilhelmshöhe errichtet. Vor der Villa (3) im Neo-Renaissance-Stil bietet ein uriger Biergarten an Sonn- und Feiertagen von Mai bis Mitte Oktober Gelegenheit zur Rast. Im Vogel- und Tierpark nebenan sind exotische Vögel – darunter diverse Papageienarten oder Pfaue –, aber auch Ponys, Ziege, Schafe und Meerschweinchen zu bestaunen. Auf einem Spielplatz können sich die Kinder nach Herzenslust austoben. Östlich des Parks startet der Planetenweg (4). Insgesamt acht hölzerne Stelen sind entlang des Wanderwegs in den Schönebürgwald aufgestellt, die die Himmelskörper anschaulich wieder geben. Dabei stehen die Planeten im gleichen Verhältnis zueinander platziert wie im Sonnensystem – ausgehend von der hellgelb leuchtenden Villa als Sonne. Während sich Merkur, Venus, Erde und Mars auf nur 100 Metern wiederfinden, endet die Wegstrecke am Neptun maßstabsgetreu rund zwei Kilometer vom Startpunkt entfernt.

Zurück an der Villa erfolgt der Abstieg über einen geteerten Weg. Vorbei an einer Streuobstwiese laufen wir in den Blezinger Weg, folgen der Beuerlbacherstraße und halten uns geradeaus bis zum Volksfestparkplatz. Weiter geht es entlang der Schöneburgstraße in Richtung Altstadt. Am Karlsplatz links abgebogen überqueren wir den Schweinemarktplatz (5), der von alten Fachwerkhäusern umsäumt ist. Die Liebfrauenkirche lassen wir rechter Hand hinter uns und flanieren durch ein schmales Gässchen zur Jagst hinab. Beim Zeughausturm (6) – einem der erhaltenen Mauertürme von 1400 – gelangt man über eine kleine Treppe zum unteren Teil der historischen Stadtmauer. Über den Herrensteg erreichen wir wieder den Stadtpark und den sogenannten Modellbootsee mit Spielplatz. Danach geht es links über ZOB zurück zum Bahnhof.

Infos