Aussicht von Burgruine Weibertreu (Foto: Touristikgemeinschaft HeilbronnerLand/Chris Frumolt)

Spielen, Baden, Burgromantik

Unterwegs auf dem Sulmtalradweg

Museum oder Naturerkundung, Baden oder Klettern, kurze oder lange Strecke? Hier kommt unser Angebot für alle, die sich nicht entscheiden können. Die 20 Kilometer lange Radtour von Neckarsulm nach Eschenau bietet von jedem etwas und ist von größeren Kindern gut zu bewältigen. Die Strecke führt durch das romantische Weinsberger Tal mit der legendenumwobenen Burgruine Weibertreu, die wegen ihrer fantastischen Aussicht auf die Umgebung einen Abstecher wert ist. Zum Abschluss der Tour locken Badefreuden ins Mineralfreibad Obersulm.

TIPP: Der Ausflug kann auch in entgegengesetzter Richtung gestartet werden und lässt sich nach Belieben verkürzen. Verschiedene Bahnhöfe eignen sich als Start oder Ziel.

Kurzbeschreibung

Anreise: RE 8, Bahnhof Neckarsulm Mitte
Takt: alle 60 bzw. 90 min
Strecke: 20 km
Zeit: ca. 8 Stunden
Höhenunterschied: ↑112 m ↓33 m
Weg: Bahnhof Neckarsulm Mitte – Dt. Zweirad- und NSU-Museum – Stadtmuseum – Burgruine Weibertreu – Kilianskirche – Mineralfreibad – Bahnhof Eschenau

Tourenverlauf

Ein idealer Startpunkt für die Tour ist der Bahnhof Neckarsulm Mitte (1). Von hier sind es keine 300 Meter bis zum Deutschordensschloss. Es gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt und beherbergt das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum (2). Auf 2000 Quadratmetern wird die Entwicklung von Motor- und Fahrrädern von den Anfängen bis heute gezeigt. Schräg gegenüber können sich Familien im Stadtmuseum Neckarsulm (3), einem hübschen Ackerbürgerhaus, auf Spurensuche im Mittelalter begeben.

Stadtmuseum Neckarsulm, Ritter Ulrich (Foto: Stadtmuseum Neckarsulm)

Über Schlossgasse und Marktstraße gelangen wir an die Sulm, an der sich hin und wieder schöne Planschgelegenheiten auftun. Der Radweg neben dem kleinen Neckarzufluss führt uns heraus aus der Stadt. Bei schönem Wetter lohnt ein Stopp am „Strandkorb Neckarsulm“, einer Strandbar mit Spielmöglichkeiten für Kinder. Direkt gegenüber sprießen am Scheuerberg die Weinreben, ebenso am Braun- und Kayberg, die wir als nächste passieren. Schöner Blickfang in der Ferne: die kegelförmige Kuppe des 242 Meter hohen Burgbergs bei Weinsberg. Auf ihr thront die Ruine Weibertreu (4).

Nach einer Legende sollen die Burgfrauen ihre Männer einst vor dem Tode gerettet haben. Stauferkönig Konrad, der im 12. Jahrhundert die Burg belagerte und alle Bewohner töten wollte, erlaubte den Frauen, mitzunehmen, was sie tragen können. So trugen die treuen Frauen ihre Männer fort. Mehr über die Geschichte der Festung erfahren Neugierige in der Freiluftausstellung auf dem Burggelände. Zudem ist die Aussicht auf die Umgebung grandios.

Burgruine Weibertreu (Foto: Wolfram Linnebach, Tourismus im Weinsberger Tal)

Das Rad kann an der Südseite des Berges abgestellt werden. Zu Fuß kraxelt man in 10 Minuten hinauf. Im Sommer lässt sich der Aufstieg mit einem Snack vom Burgkiosk versüßen. Noch mehr Kletterabenteuer gibt es etwa 800 Meter nordwestlich des Berges im Waldkletterpark Weinsbergzu erleben. Familien können flexibel wählen, ob sie die Tour hier beenden oder starten wollen. Der Ort Weinsberg verfügt über zwei Bahnhöfe, die eine entspannte An- und Abreise ermöglichen.

Wir folgen nun der Bahnlinie. Der Sulmtalradweg führt uns durch grüne Wiesen und Felder über Ellhofen nach Sülzbach zur Kilianskirche (5). Dieses Gotteshaus bietet Radfahrenden ganzjährig einen besonderen Service. Hier bekommt man Trinkwasser, es gibt Steckdosen, Werkzeug und Toiletten.

Nun aber auf zum Endspurt! Wir passieren in Sülzbach das Traditions-Weingut Heinrich und radeln am Tal der Sulm entlang nach Affaltrach. Beide Orte gehören zur Gemeinde Obersulm. Darf es eine Erfrischung sein? Wer naturnah baden möchte und noch fit ist, fährt in Affaltrach rechts in den Breitenauer Weg, um einen Abstecher zum 1,5 Kilometer entfernten Breitenauer See zu machen. Er verfügt über Sandstrand, Wiese, Bootsverleih und Restaurant.

Unmittelbar an der Strecke liegt dagegen das Mineralfreibad Obersulm (6) am Michelbach. Wir können im beheizten Pool unsere Bahnen ziehen, vom Turm springen oder rutschen. Kleinere Kinder vergnügen sich im Nichtschwimmer- oder Planschbecken. An „Land“ sorgen ein Spielplatz mit Klettergerüst, Tischtennisplatten und Ballspielfelder für noch mehr Spaß.

Mineralfreibad Obersulm (Foto: Gemeinde Obersulm)

Zum Bahnhof Eschenau (7) ist es vom Schwimmbad nur ein kurzes Stück. Wir erreichen ihn nach 1,5 Kilometern und fahren erschöpft, aber glücklich nach Hause.

Infos

Weitere Tipps zu diesem Ausflug gibt es unter heilbronnerland.de

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Deutsches Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm: demomu.de

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