Betreiber der Frankenbahnstrecke im Gespräch mit Landrat Frank




Der Main-Tauber-Kreis berichtet über den Antrittsbesuch von Max Kaiser, kaufmännischer Geschäftsleiter der Go-Ahead Baden-Württemberg.

Das Verkehrsunternehmen Go-Ahead Baden-Württemberg möchte die Ausfallquoten auf der Frankenbahn von Stuttgart über Lauda nach Würzburg dringend verbessern. „Das Hauptproblem auf der Frankenbahn ist für uns derzeit fehlendes Personal am Standort Lauda. Zudem haben wir aktuell mit Kinderkrankheiten an den Fahrzeugen und noch nicht im Einsatz befindlichen Neufahrzeugen zu kämpfen. Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen und bitten unsere Fahrgäste noch um etwas Geduld“, sagte der neue kaufmännische Geschäftsleiter Max Kaiser im Rahmen eines Antrittsgesprächs bei Landrat Reinhard Frank. Daran nahmen seitens der Landkreisverwaltung auch Dezernent Jochen Müssig sowie Geschäftsführer Thorsten Haas von der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber (VGMT) teil.

 

Max Kaiser erläuterte, dass die modernen Fahrzeuge von Go-Ahead und die freundlichen Kundenbetreuerinnen und -betreuer in den Zügen bereits für sehr positives Feedback sorgen. Nun gelte es, die Zahl der Zugausfälle drastisch zu reduzieren. Dazu sollen vor allem weitere Triebfahrzeugführer gewonnen werden. Go-Ahead wolle hierzu auch neues Personal ausbilden. Die Kurse zum Kundenbetreuer dauern sieben Wochen, die zum Triebfahrzeugführer etwa zehn bis elf Monate. Bei entsprechender Nachfrage seien Schulungsangebote auch in unmittelbarer Nähe zum Main-Tauber-Kreis, beispielsweise in Würzburg, möglich.

 

Landrat Reinhard Frank fordert Go-Ahead auf, im Qualitätsstreben nicht nachzulassen. „Auf jeden Fall freuen wir uns, dass die Züge dem heute erwarteten, modernen Standard entsprechen“, sagte er. Sie sind beispielsweise mit Klimaanlage sowie elektronischen Anzeigen ausgestattet und verfügen grundsätzlich über WLAN. Hierfür ist es notwendig, dass eine entsprechende Mobilfunkabdeckung besteht. Zur Deckung des Personalbedarfs bot die Landkreisverwaltung Unterstützung an. „Wir können gerne Kontakte zu den Schulen und auch zu Arbeitsagentur und Jobcenter herstellen“, erklärte Dezernent Jochen Müssig.

 

Max Kaiser bestätigte, dass Go-Ahead die angestrebte Zusammenarbeit bei der geplanten Einrichtung einer Mobilitätszentrale im Bahnhof Lauda verwirklichen möchte. Abhängig ist das Projekt noch vom weiteren Vorgehen der Stadt Lauda-Königshofen bezüglich des Bahnhofsgebäudes. Darin möchten Go-Ahead und die Verkehrsgesellschaft Main-Tauber die Mobilitätszentrale aufbauen. Das Projekt wird durch die Stadt Lauda-Königshofen, das Busunternehmen SWEG und den Main-Tauber-Kreis unterstützt. Momentan läuft bereits der Fahrkartenverkauf im Servicecenter von Go-Ahead am Bahnhof Lauda.

 

Landrat Reinhard Frank fasste zusammen: „Die Mobilität auf der Frankenbahn ist sowohl durch den jetzt bestehenden 30-Minuten-Taktverkehr zwischen Osterburken als Lauda als auch durch das rollende Material wesentlich verbessert worden. An der Betriebsqualität arbeitet Go-Ahead intensiv. Als Partner für die nächsten 13 Jahre ist es uns ein Anliegen, mitzuhelfen, den Zugverkehr gut zum Laufen zu bringen“.

 

Seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 wird der Bahnverkehr auf der Frankenbahn von Go-Ahead abgewickelt. Das Unternehmen wurde nach einer Ausschreibung durch das Land Baden-Württemberg beauftragt. Es stellt die Regionalexpresszüge von Stuttgart über Heilbronn und Lauda nach Würzburg. Das Mutterunternehmen sitzt in England. Mit der Ausschreibung der Nahverkehre in Baden-Württemberg hat dieses Unternehmen auch im hiesigen Raum Fuß gefasst. Die baden-württembergische Betriebsgesellschaft ist mit einem Wartungsstützpunkt in Essingen bei Aalen, an dem 50 Mitarbeiter beschäftigt sind, im Land verankert.

 

Den Regionalbahnverkehr auf der Frankenbahnstrecke, der seit 16. Dezember 2019 montags bis freitags stündlich zwischen Osterburken – Lauda – Würzburg zur Verfügung steht, leistet die DB Region Bayern. Die Verkehre auf der Tauberbahn wickelt die Westfrankenbahn mit Sitz in Aschaffenburg ab. Sie stellt die Verbindungen von Aschaffenburg über Wertheim, Lauda und Bad Mergentheim nach Crailsheim her. Die Westfrankenbahn ist damit auch Zubringer zur Frankenbahn.

 

Interessierte an einer Ausbildung zum Kundenbetreuer oder Triebfahrzeugführer finden weitere Informationen auf www.go-ahead-bw.de oder melden sich bei Go-Ahead Baden-Württemberg, Büchsenstraße 20, 70174 Stuttgart, E-Mail: bewerbung@goahead-de.com.

 

Informationen zum Schienenverkehr auf der Frankenbahn und Tauberbahn sowie zum Busverkehr – auch zu den Abendbusangeboten, die jetzt parallel zur Tauberbahnstrecke von 21 bis 24 Uhr verkehren – gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Kontakt: Dezernat für Kreisentwicklung und Bildung / Amt für Schulen und ÖPNV, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon: 09341/82-0, Internet: www.main-tauber-kreis.de/bus-und-bahn oder bei der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber mbH (VGMT), i_Park Tauberfranken 8 (Eingang Ost), 97922 Lauda-Königshofen, Telefon: 09343/6214-0, Fax: 09343/6214-99, Mail: info@vgmt.de.

 

Medienkontakt: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Büro des Landrats, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5612, Telefax 09341/82-5690, pressestelle@main-tauber-kreis.de

 




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