Gründung Deutschlandtarifverbund GmbH




Go-Ahead Baden-Württemberg ist Gründungsmitglied der Deutschlandtarifverbund GmbH.

Aufgabenträger und Eisenbahnen gründen in Frankfurt am Main die Deutschlandtarifverbund Gesellschaft. Sie ist die neue Dachorganisation im Bereich Tarif und Einnahmeaufteilung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Sie verzeichnet 34 Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) und Aufgabenträgerorganisationen als Gründungsgesellschafter und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Ende des Jahres 2020 haben weitere Aufgabenträger und Eisenbahnen Ihren Beitritt zur Gesellschaft angekündigt. Geführt wird die Gesellschaft von Johann von Aweyden.

Gemeinsam für ein zukunftsgerichtetes Tarifkonzept
Die Gründung der Deutschlandtarifverbund GmbH stellt die Weichen für den letzten großen Schritt der Liberalisierung des SPNV in Deutschland: die Übergabe der Tarifverantwortung des bundesweiten SPNV Tarifes von der DB Regio AG an eine wettbewerbsneutrale Gesellschaft, die allen EVU und Aufgabenträgern offen steht.

Erstmals beteiligen sich zudem neben EVU auch Aufgabenträger an der Tarifgestaltung und der Weiterentwicklung eines deutschlandweiten SPNV-Tarifes. Carmen Schwabl, Geschäftsführerin der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG): „Wir wollen den Regionalverkehr für die Fahrgäste noch attraktiver gestalten. Es muss einfacher werden, Fahrkarten zu kaufen. Dazu brauchen wir eine noch viel engere Zusammenarbeit von Aufgabenträgern und Eisenbahnen in Tariffragen. Wir sind überzeugt davon, dass wir dieses gemeinsam als Gesellschafter leichter erreichen können.“Die neue Organisationsform gewährleistet ein gleichberechtigtes Miteinander, Flexibilität und größere Handlungsfähigkeit. Dies steht auch im Fokus des Geschäftsführers der Deutschlandtarifverbund GmbH, Johann von Aweyden: „Der Deutschlandtarifverbund soll allen Gesellschaftern eine transparente, offene und agile Plattform bieten. An diesem hohen Anspruch werden wir uns als Gesellschaft messen lassen müssen. Ich freue mich, daran maßgeblich mitwirken zu können.“

Dr. Jörg Sandvoß, Vorsitzender des Vorstands der DB Regio AG, begrüßt die Gesellschaftsgründung ebenfalls: „Ich freue mich außerordentlich über diese wichtige Entwicklung in der Nahverkehrsbranche. Gemeinsam stellen wir uns den Herausforderungen des Marktes und entwickeln zukunftsgerichtete Konzepte für unsere Kunden.“

Unterstützung erhält er von Dr. Tobias Heinemann, Sprecher der Geschäftsführung Transdev GmbH, Mitglied im Verband der Wettbewerbsbahnen mofair: „Die Gründung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem von allen Akteuren gestalteten attraktiven Tarif und einer funktionierenden Einnahmenaufteilung zwischen den Partnern. Wir als Transdev unterstützen die Idee des Deutschlandtarifverbundes und sind von Beginn an mit allen unseren Gesellschaften dabei.“

Jost Knebel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Netinera Deutschland und Vorsitzender „Die Wettbewerbsbahnen“ im VDV: „Das ist ein Meilenstein für die Branche und steht im Einklang mit dem Ziel der Aufgabenträger und Eisenbahnen, für die Fahrgäste ein attraktives und transparentes Tarifwerk zu entwickeln, um den SPNV noch attraktiver zu machen.“

Der Deutschlandtarif soll 2022 starten
Seit Anfang dieses Jahres erarbeiten Facharbeitsgruppen aus EVU und Aufgabenträgern die inhaltlichen Eckpunkte des Deutschlandtarifes, welcher 2022 starten soll. Neben dem eigentlichen Tarif und der dazugehörigen Einnahmeaufteilung liegt das Hauptaugenmerk auf der Gestaltung von Kooperationsverträgen und der vertrieblichen Ausrichtung. Die Erarbeitung wird in den offiziellen Gremien der Deutschlandtarif GmbH fortgeführt. Nach Einführung des Deutschlandtarifes wird die Deutschlandtarifverbund GmbH an die Stelle des bisherigen Tarifverbandes der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (TBNE) treten.

 

Deutschlandtarifverbund GmbH i.G.
Wiesenhüttenplatz 25
60329 Frankfurt am Main

Johann von Aweyden
E-Mail: presse(at)deutschlandtarifverbund.de
Telefon: +49 (0) 151 12679850




Kontakt

Go-Ahead Baden-Württemberg GmbH

Daniela Birnbaum, Pressesprecherin, Referentin Kommunikation