Zum Start der neuen Linien von Go-Ahead Bayern trafen sich (von links nach rechts): Dr. Elmar Zeiler (Siemens Mobility), Thomas Prechtl (Geschäftsführer Bayerische Eisenbahngesellschaft BEG), Dietmar Maier (Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg NVBW), Dr. Wolfgang Hübschle (Wirtschaftsreferent der Stadt Augsburg), Fabian Amini (Geschäftsführer Go-Ahead Bayern), Christian Schreyer (Chef der Go-Ahead – Gruppe) und Simon Kendall (Britischer Generalkonsul). Foto: Go-Ahead/Winfried Karg

Kleine Startschwierigkeiten




Start von Go-Ahead verläuft mit Anlaufschwierigkeiten

Das Eisenbahnunternehmen Go-Ahead Bayern hat heute im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und des Verkehrsministeriums von Baden-Württemberg weitere Strecken in Betrieb genommen. Bis mittags verlief der Zugverkehr auf den Linien RE9 München – Augsburg – Ulm, RE80 München – Augsburg – Treuchtlingen – Würzburg, RB87 München – Augsburg – Donauwörth und RB 89 Donauwörth – Nördlingen – Aalen mit einigen Verspätungen, im Lauf des Tages stabilisierte sich der Betrieb und war dann am Nachmittag weitgehend pünktlich. Für Probleme sorgten etliche Fahrzeugstörungen, dazu kam die fehlende Routine der vielen frisch ausgebildeten Go-Ahead–Lokführerinnen und Lokführer. Ein Team des Zugherstellers Siemens-Mobility war vor Ort, um die Fahrzeugstörungen möglichst schnell zu beheben. Erste Probleme bei der der Fahrgastinformation wurden schon behoben, weitere sind erkannt und an deren Lösung wird gearbeitet.

Fabian Amini, Geschäftsführer von Go-Ahead Bayern, lobte seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren sehr intensiven und anstrengenden Einsatz in den vergangenen Wochen; gleichzeitig bat er die Fahrgäste um Geduld und Nachsicht, sollte es in der nächsten Zeit zu Unregelmäßigkeiten kommen. „Wir haben ein neues und engagiertes Team mit nagelneuen Fahrzeugen. Unsere Aufgabe war die größte Betriebsaufnahme in diesem Jahr in Bayern – da müssen sich noch Abläufe einspielen, und wir werden bald Routine haben“, so Amini. Der Fachkräftemangel sei ein großes Problem, das sich noch verstärken werde – hier brauche es Lösungen, die weit über sein Unternehmen und die Bahnbranche hinausgehen.

Hätte Go-Ahead Bayern mehr tun können, um dem Personalmangel abzuhelfen? Nein, sagte Thomas Prechtel, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft BEG, bei der Betriebsaufnahmefeier in Augsburg. „Sie haben das gut gemeistert – Go-Ahead hat alles getan, was sie tun konnten.“ Probleme wurden bei Go-Ahead angepackt und gelöst – das imponierte auch dem Vertreter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, Dieter Maier. „Ich bin dankbar dafür, dass der Stundentakt auf der Riesbahn möglich war – ein Kraftakt, den wir sehr begrüßen“, so Maier.

Dass Go-Ahead Bayern in den nächsten Monaten weniger Züge fahren wird als beauftragt, freut niemanden; auch der Fahrgastverband PRO BAHN ist unglücklich mit der Situation. „Es sollte ein Fahrplanwechsel mit einem Grund zur Freude werden - leider kam es anders“, so dessen Vertreter Errol Yazgac. Doch es sei ihm lieber, wenn der Fahrplan mit Vorankündigung reduziert werde, als wenn es kurzfristige Zugausfälle gebe, so Yazgac. Dr. Elmar Zeiler vom Zughersteller Siemens Mobility, wies unter anderem auf Corona, den Ukraine-Krieg und Verzögerungen bei den Lieferketten hin. "Viele große Herausforderungen waren nicht vorhersehbar“, so Zeiler

Dass der Fachkräftemangel auch in anderen Ländern ein Thema ist, konnte Christian Schreyer, Chef der weltweiten Go-Ahead Group, berichten. Die mangelhafte Infrastruktur sei eines von mehreren Problemen hierzulande. Er bedankte sich bei allen Go-Ahead Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland für ihren Einsatz.




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Winfried Karg, Pressesprecher (Ansprechpartner für Medienanfragen)